Die GDPR aus Sicht der User Experience

Die GDPR ist eine Herausforderung für alle Betreiber von Webseiten, Blogs und Webshops. Viele kleine Blogger haben angesichts der neuen Gesetzeslage aufgegeben. Die Angst vor einer Abmahnung und den verbundenen Kosten ist größer als die Verdienstmöglichkeiten oder die Freude am Bloggen. Dabei ist die GDPR halb so schlimm, wenn man sie ganz nüchtern aus dem Blickwinkel des UX Designs betrachtet.

Was ist die GDPR?

Die General Data Protection Regulation oder in Deutsch Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine neue Verordnung der EU, die neue Regelungen zu Einholung personenbezogener Daten enthält.

Die Verschärfung erfordert die Einholung einer Zustimmung, sobald ein personenbezogenes Datum vom Benutzer eingeholt wird. Dieses Einverständnis darf dabei nicht verdeckt werden, sondern muss über den Zweck dieses Datensatzes aufklären. Das überstieg die Vorstellungskraft vieler Blogbetreiber und Webseiteninhaber.

Dazu kommt das Recht auf Vergessenwerden, das dem Nutzer die Möglichkeit einräumen muss, all seine gespeicherten Daten einzusehen, zu korrigieren und zu löschen. Bei dieser Vorstellung ist auch den Webentwicklern ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen, denn jedes Cookie, das von der Webanwendung gesetzt wird, enthält personenbezogene Daten.

Die UX-Betrachtungsweise

Kommen wir zur nüchternen Analyse aus dem UX-Blickwinkel. Sie müssen Ihren Nutzern in zwei kurzen Sätzen erklären, dass Sie zur Verbesserung seiner Nutzererfahrung einige unwichtige Informationen von ihm speichern und weisen ihn darauf hin, dass er diese Daten anfordern oder löschen kann. Dazu kommt der Link zur Datenschutzseite, auf der alles ausführlich erklärt wird und die Kontaktaufnahme zur Einsicht der Daten möglich ist.

Weder eine direkte Einspruchsmöglichkeit noch eine technische Möglichkeit, die Daten einzusehen, sind rechtlich vorgeschrieben. Wer allerdings kein Einverständnis einholt, muss die Meldung bei jedem Webseitenbesuch erneut anzeigen. Mit dem Button „Einverstanden“ können diese Information im Webseitencookie abgespeichert und die Meldung zukünftig unterdrückt werden.

Unser Fazit

Wer keine Daten speichert, kann sogar getrost auf alles verzichten. Wer Web Analytics nutzt, benötigt lediglich eine gut lesbare Meldung. Die Panik vor der GDPR war unberechtigt. Aus Sicht eines UX Designers ist das in zwei Sätzen geklärt.