UX Testaufbau für App-Downloads

Technik hat sich rasant verändert. Die ersten Jahre des Homecomputers liegen erst 30 Jahre zurück. Damals hat man mit seinem 386 oder Commodore Massen von Disketten jongliert, um ein Programm zu laden. Heute lädt man eine App binnen Sekunden auf sein Smartphone und Microsoft Office installiert sich binnen Minuten wie magisch selbst aus dem Internet.

Doch auch auf diesem kurzen Weg gibt es noch Stolperfallen, die beseitigt werden müssen. Benutzer-Authentifizierung, rechtskonforme Bestellung, Payment und brandaktuell der Datenschutz. Gutes UX Design kann diese Unebenheiten ausgleichen, doch woher kommen die Daten?

UX Design für Cloudnutzer

Wie lange man wohl für die Diskettenauswurffunktion gebraucht hat, die verhindert hat, dass 8″-Disketten nicht im Schacht stecken bleiben? Diese Frage muss man sich als UX Designer heute nicht mehr stellen, es ist alles so einfach geworden. Oder vielleicht nicht?

Anstelle mechanischer Problemstellungen hat man heute vor allem die mangelnde Geduld der Anwender und gesetzliche Barrieren zu überwinden. Alles muss schnell gehen. Ein Fingertipp, und die App muss installiert sein und funktionieren. Dabei fehlt an den wichtigsten Stellen jede Möglichkeit zur Analyse. Die Anzeige des Kaufpreises, App-Beschreibung und Screenshots sind auf der Seite von Apple, Microsoft oder Google. Was im eigenen Shop durch multivariate Tests oder AB-Analysen ermittelt werden kann, bleibt hier im Verborgenen.

UX-Tests für App-Downloads

Ein echter Versuchsaufbau mit Testnutzern ist also notwendig, um an verlässliche Informationen zum Bestellablauf zu kommen und fehlende Konversionsraten zu ersetzen. Nun muss zwischen den zwei Faktoren gezielt unterschieden werden:

Wie reagieren die Anwender auf angezeigte Preise (Testpreise sind natürlich sinnvoll) und Kernsätze in der Beschreibung bzw. in den Nutzungsbedingungen?

Wie werden Texte und Screenshots vom Nutzer wahrgenommen? Welche Emotionen löst die App-Beschreibung aus?

Das finale Rechenmodell kann natürlich mit den Möglichkeiten im eigenen Webshop nicht mithalten, aber der bezahlbare Testaufbau bringt dennoch oft mehr Licht ins Dunkel als erwartet. Wer viel Geld in die Entwicklung einer App investiert, sollte auch hier nicht sparen.