WordPress und Gutenberg im UX Test

Die WordPress gehört zu den erfolgreichsten Beispielen für gelungene User Experience. Mit einem Marktanteil von 31Prozent wird tatsächlich fast ein Drittel aller Webseiten von WordPress verwaltet. Und WordPress ist nicht nur in seinem angestammten Blog-Segment führend, sondern beherrscht auch den Markt der Company-Websites, Internet-Portale und nicht zuletzt eCommerce-Sites.

Nach Nutzerumfragen ist WordPress vor allem deshalb so erfolgreich, weil es so einfach zu bedienen ist. Die Admin-Oberfläche wirkt sehr aufgeräumt und leicht verständlich. Aber der Editor, eigentlich Kernstück der Blog-Software, ist Grund für interne Kritik. Er ist nicht mehr zeitgemäß und wurde vom Wettbewerb überholt.

Die Lösung der WordPress-Entwickler heißt Gutenberg, benannt nach Johannes Gutenberg. Der neue Editor soll WordPress zu neuem Glanz verhelfen. Wie schlägt sich dieser Editor, der einen so großen Namen trägt?

Die Nutzerstimmen zu Gutenberg

Die Bewertungen auf WordPress.org sind eher negativ. Während sich 40 Prozent der Nutzer über die Entwicklung freuen, wünschen sich 60 Prozent, dass dieser Kelch an Ihnen vorüberzieht. Insbesondere die Entscheidung, den Editor schon in der nächsten Version WordPress 5.0 zum Standard zu machen, sorgt für böses Feedback.

Die Vorstellung des Editors im WordPress-Backend der Version 4.9 hätte ebenfalls besser laufen können. Bei der Einbettung von Videos hat man einen deutlich sichtbaren Fehler in die UI gebaut.

Der Editor im UX-Test

Der Gutenberg Editor soll Nutzern eine echte WYSIWYG-Erfahrung bieten. Durch sogenannte Blocks stellt Gutenberg selbst bereits eine Vielzahl eigener Inhaltselemente zur Verfügung. Die Möglichkeit, eigene Blöcke zu entwickeln, bedeutet auf lange Sicht jedoch unbegrenzte Kreativität. Schon heute finden sich über 1.000 Blöcke in den Themes und Plugins des WordPress Directories.

Trotz dieser Vielfalt und dem hohen Anspruch an das “What you see is what you get” erlaubt der Gutenberg Editor flüssiges Schreiben. Das ist eine der auffallendsten Eigenschaften im Vergleich zu den bestehenden Plugins und Builder Frameworks.

Das erste Testfazit

Auch wenn die Präsentation extreme Probleme in der Nutzerkommunikation aufzeigt, kann Gutenberg mit einer durchdachten User Experience punkten. WordPress übereugt einmal mehr in Sachen UX Design.